Windenergie ist die wichtigste Säule der Energiewende in Deutschland: Bis 2030 sollen Wind- und Solarenergie, Wasserkraft und Biomasse nach den Plänen  der Bundesregierung 65 Prozent des deutschen Strombedarfs decken.  Die Universität Freiburg zeigt in einer neuen Studie, dass es bis zum Jahr 2030 möglich ist, 40 Prozent des Stromverbrauchs allein durch Windenergie zu decken. Voraussetzung dafür ist eine optimale Verteilung der Anlagen auf dem Festland. Bleibt die Zahl der Neuinstallationen des Jahres 2017 bis 2030 konstant, kann Deutschland den angestrebten Wert erreichen.

Die Wissenschaftler zeigen, dass insbesondere das Repowering enorme Ertragsteigerungen von bis zu mehreren Hundert Prozent ermöglicht. Dadurch lassen sich die Stromgestehungskosten auf ein Niveau reduzieren, das vergleichbar mit dem von Braunkohlestrom ist. Um die aktuellen Ausbauziele der Bundesregierung erreichen zu können, muss ein erheblicher Teil der 30.000 Windenergieanlangen erneuert werden, etwa 6.000 weitere Anlagen müssen zusätzlich installiert werden.

Zur Originalpublikation:
Jung, C., Schindler, D., Grau, L. 2018. Achieving Germany’s wind energy expansion target with an improved wind turbine siting approach. Energy Conversion and Management 173. DOI: https://doi.org/10.1016/j.enconman.2018.07.090