Aus dem REENEA-Projekt “Regionaler Energiewandel” der Universität Oldenburg sind weitere Teilergebnisse in wissenschaftlichen Fachzeitschriften und Sammelbänden veröffentlicht worden. Die empirischen Ergebnisse der Studien beruhen u.a. auf Interviews, an denen auch die Denker & Wulf AG beteiligt war.

Im aktuellen “Legitimacy” Papier vergleichen die Studienautoren Dr. Camilla Chlebna und Sebastian Rohe die Legitimität und Wahrnehmung von Windenergie im Oldenburger Land und der Region Uckermark-Barnim (Brandenburg) – vor allem wie regionale Entscheidungsträger aus Politik und Verwaltung den Windausbau und dessen Akteure wahrnehmen. Während sich die finanzielle Beteiligung regionaler Akteure an der Windenergie positiv auf die Legitimität auswirkt, spielt auch die bloße Wahrnehmung der regionalen Wertschöpfung eine Rolle. Diese Wahrnehmung ist stark mit der Herkunft der Projektentwickler verknüpft. Wenn sie in der Region verwurzelt und/oder bekannt sind, haben Stakeholder eher das Gefühl, dass Projektentwicklungsfirmen legitim handeln, Gewinne fair verteilen und angemessen Steuern zahlen. Auch Planungsverfahren haben eine große Bedeutung. Die Legitimität von Verfahren lässt sich nicht durch einheitliche, von oben nach unten gerichtete Ansätze („top-down“) herstellen. Stattdessen müssen die regionalen Entscheidungsträger mit den notwendigen Kompetenzen, Mandaten und Personal ausgestattet werden.

Das REENEA Team widmet sich vielen weiteren wichtigen Themen für den regionalen Energiewandel, etwa dem Aufbau der Wasserstoffwirtschaft oder den konkreten Aktivitäten von Akteuren im Transitionsprozess. Weitere Publikationen finden Sie auf der Projekt-Webseite „REENEA – Regionaler Energiewandel“ der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.

Foto: Carl von Ossietzky Universität Oldenburg