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26. Jun 2020

Fünf Zuschläge in Juni-Ausschreibung

Im Rahmen der aktuellen Ausschreibung für Windenergie an Land war die Denker & Wulf AG mit fünf Zuschlägen erfolgreich. Für die Erweiterung II des Bestandwindkparks Kattrepel (Gemeinde Neufeld, Kreis Dithmarschen, SH) wurden je zwei Anlagen vom Typ Enercon E-115 EP3 mit 4,2 und 3,0 MW Leistung bezuschlagt. Drei der Anlagen sind mit einer Nabenhöhe von 149 m geplant, die vierte mit 135 m. Die Gesamthöhen werden 207 bzw. 193 m betragen. Baubeginn ist 2021, eine Bürgerbeteiligung ist vorgesehen.

Einen weiteren Zuschlag erteilte die Bundesnetzagentur für ein Anlage vom Typ GE5,5 158 mit 200 m Gesamthöhe in der Gemeinde Jahrsdorf (SH). Die Leistung der WEA mit 158 m Rotordurchmesser beträgt 5,5 MW, der Baubeginn ist ebenfalls für 2021 geplant.

26. Mai 2020

Zertifizierungen bei der Denker & Wulf AG

Zertifikate DIN EN ISO 9001 50001

Die Denker & Wulf AG ist auch in der aktuellen Corona-Situation weiterhin voll einsatzfähig. Trotz schwieriger Zeiten wurde Anfang des Jahres die Re-Zertifizierung unseres AMS (Arbeitsschutzmanagementsystem) erfolgreich durchlaufen. Die Zertifizierung gilt gem. dem NLF/ILO-OSH 2001 Leitfaden nun für weitere drei Jahre. In den vergangenen Monaten wurde zudem ein IMS (Integriertes Managementsystem) eingeführt, welches aus den Normen DIN EN ISO 9001:2015 (Qualitätsmanagement für das Windparkmanagement) und DIN EN ISO 50001:2018 (Energiemanagement) besteht. Das IMS wurde im April 2020 durch die ESN Sicherheit und Zertifizierung GmbH ebenfalls zertifiziert.

Die Zertifizierungen geben unseren Kunden und Partnern die Gewissheit, bei jeder Zusammenarbeit mit der Denker & Wulf AG eine gleichbleibend hohe Arbeitsqualität zu erhalten. Wir werden die zertifizierten Managementsysteme stetig weiterentwickeln um unsere Kundenzufriedenheit auch künftig beständig weiter zu verbessern.

 

2. Apr 2020

Bürgerwind-Stiftung Karstädt – bislang über 150 Förderanträge bewilligt

Über eine finanzielle Beteiligung der Kommunen planen Bund und Landesregierungen aktuell die Akzeptanz für Windräder zu stärken und der Energiewende neuen Rückenwind zu verleihen. Schließlich soll mit dem Ausstieg aus Kohle- und Atomkraft der Anteil an erneuerbaren Energien von derzeit etwa 40 Prozent auf 65 Prozent bis 2030 steigen.

„Ein Gewinn für alle“ war schon das Gründungsmotto der Bürgerwindstiftung Karstädt, die im Dezember 2013 von der Denker & Wulf AG ins Leben gerufen wurde. Getreu dem Stiftungsmotto sollen die Bürger der Gemeinde Karstädt stärker als in der Vergangenheit am Erfolg der Windenergieanlagen vor Ort beteiligt werden. Bislang konnten finanzielle Mittel im Umfang von 57.000,- EUR eingeworben und gemeinnützigen Einrichtungen sowie Vereinen der Gemeinde Karstädt zur Verfügung gestellt werden.

Dabei steigt die Höhe der jährlichen Zuwendungen kontinuierlich. Insgesamt konnten mehr als 150 Einzelanträge auf Zuwendungen positiv beschieden werden und über 30 Vereine und Einrichtungen der Gemeinde Karstädt bei Ihren Projekten und Aktivitäten unterstützt werden. Für den Vorsitzenden des Stiftungsvorstandes Torsten Levsen ein Zeichen dafür, wie gut die Idee vom Bürgerwind in Karstädt angenommen wird. Schwerpunkt der Förderspenden waren lernorientierte Projekte in Kindergärten, Vorschulen und Schulen. Aber auch Sportvereine, freiwillige Feuerwehren und kulturelle Einrichtungen konnten finanziell unterstützt werden.

Die Einnahmen der Bürgerwindstiftung werden aus den Erträgen des Stiftungskapitals und zu einem großen Teil aus Förderspenden erwirtschaftet. So hat beispielsweise die Denker & Wulf AG mit der Realisierung von acht Windenergieanlagen im Windpark Karstädt-Glövzin im Jahre 2017 eine jährliche Förderspende in Höhe von 8.000,- EUR über die Laufzeit von 20 Jahren fest zugesagt. In diesem Zusammenhang konnte auch das erste Bürgerwindrad in Betrieb genommen werden, an dem sich Einwohner der Gemeinde Karstädt direkt beteiligten.

Und auch die regulären Steuereinnahmen lassen sich sehen, denn auf Grundlage eines Gewerbesteuervertrages erhält die Standortgemeinde – abweichend von der gesetzlichen Regelung – für die oben genannten Anlagen 90 Prozent der vom Windparkbetreiber zu entrichtenden Gewerbesteuer. Dadurch flossen allein von 2017 bis 2019 Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von 287.000,- EUR in die örtliche Gemeindekasse.

Der Startschuss in Karstädt liegt nun über sechs Jahre zurück und die Bürgerwindstiftung Karstädt möchte weiterwachsen, um auch künftig einen spürbaren Beitrag für die Aufwertung der Lebensverhältnisse in der Gemeinde Karstädt zu leisten. Aufgrund der aktuellen Niedrigzinslage erwirtschaftet das Stammkapital der Stiftung allerdings nicht viel Erlös. Ein weiteres Wachstum der Stiftung ist daher auch davon abhängig, dass sich weitere Unterstützer finanziell beteiligen. Der Anteil der Förderspenden sollte nach dem Verständnis der Stifter mit der Inbetriebnahme jeder weiteren Windenergieanlage auf dem Gebiet der Gemeinde Karstädt steigen. Zusagen dafür liegen bereits vor.

Für das Jahr 2020 können etwa 13.000,- EUR an Fördermitteln bereitgestellt werden. Vereine und insbesondere die Jugendabteilung, sowie gemeinnützige Einrichtungen aus der Gemeinde Karstädt werden deshalb ermutigt, Anträge an die Bürgerwindstiftung zu stellen und damit aufzuzeigen, wo Förderbedarf besteht. Bis zum 01.10.2020 können Anträge für die aktuelle Förderperiode bei der Gemeindeverwaltung eingereicht werden.

+++ aus dem Amtsblatt der Gemeinde Karstädt vom 01.04.2020 +++

13. Mrz 2020

WP Oederquart-Schinkel: Inbetriebnahmearbeiten abgeschlossen

Im Windpark Oederquart Schinkel sind die Inbetriebnahmearbeiten abgeschlossen. Die beiden Anlagen vom Typ Enercon E-126 EP4 befinden sich nun im Testbetrieb, in dem sie bestenfalls genug Wind in den Flügeln haben, um gemeinsam die stolze Leistung von 8.4 MW zu erzeugen. Um dies zu erreichen haben die Windenergieanlagen des Herstellers Enercon eine Nabenhöhe von 135 m sowie einen Rotordurchmesser von 127 m und damit eine Windangriffsfläche von 12.668 m² – etwa so groß wie zwei Fußballfelder. Bereits ab einer konstanten Windgeschwindigkeit von größer 1,8 m/s beginnt die E-126 ihre Gondel in den Wind zu drehen, ab etwa 2,5 m/s beginnt der Betrieb und schon ab einer Windgeschwindigkeit von größer 13,5 m/s befindet sich die WEA im Volllastbetrieb.

Die beiden 198,5 m hohen WEA sparen mit der Erzeugung von regenerativer Energie pro Jahr 18.787 Tonnen CO2 ein. Das entspricht etwa der Menge an CO2 die durch 5.525 Diesel PKW mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 6,5 Litern bei einer Jahreskilometerleistung von 20.000 km emittiert wird. Der grün erzeugte Strom kann mehr als 8.000 Vier-Personen-Haushalte pro Jahr versorgen.

11. Mrz 2020

Zum Seeadler-Totfund im Windpark Holtsee-Altenhof

Wie die Kieler Nachrichten und der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag (SHZ) am 10.03.2020 übereinstimmend berichten, wurde am Vortag ein toter Seeadler im Windpark Holtsee-Altenhof gefunden. Wir erfuhren von diesem Vorfall durch die Berichterstattung in den oben genannten Zeitungen.

Als Betreiberin des Windparks bedauern wir den Verlust des Großvogels ausdrücklich. Die beschriebenen Umstände werfen jedoch einige Fragen zur genauen Todesursache auf, für deren Klärung nun das Landeslabor in Neumünster zuständig ist. Bis der dortige Abschlussbericht vorliegt, kann ein Vogelschlag durch eine unserer Windenergieanlagen zwar vermutet, aber nicht endgültig bestätigt werden.

Unter der Annahme, dass der Seeadler tatsächlich mit einem Rotorblatt kollidiert ist, bleibt zu konstatieren, dass Vorkommnisse dieser Art nicht gegen das Tötungsverbot nach § 44 Bundesnaturschutzgesetz verstoßen, sofern ein allgemeines Risiko, wie es auch durch andere Infrastrukturen wie Hochspannungsleitungen oder den Straßenverkehr gegeben ist, nicht in signifikanter Weise erhöht ist. Im Genehmigungsverfahren für den Windpark Holtsee-Altenhof konnte eine signifikant erhöhte Mortalität im Rahmen der zu durchlaufen­den artenschutzfachlichen Prüfungen ausgeschlossen werden.

Sämtliche Anlagen des Windparks halten den von der Landesplanung und den Vogel­schutzwarten geforderten Mindestabstand von drei Kilometern zu umliegenden Seeadlerhorsten ein. Auch wurden in einem erweiterten Prüfradius von sechs Kilometern um den Horst – dies entspricht einer Kreisfläche von 113 Quadratkilometern – keine wiederkehrenden Flugbewegungen der Großvögel ermittelt, die eine Unvereinbarkeit des Windparkvorhabens mit dem Bundesnaturschutzgesetz nahelegen würden.

Unbestritten ist jeder Fall von Vogelschlag immer bedauerlich. Dass bei jedem Windpark­projekt grundsätzlich aber ein enormer Aufwand betrieben wird, um solche Fälle zu vermeiden, lässt sich – und dies ist entscheidend – an der Entwicklung der Seeadler­population in Schleswig-Holstein ablesen. Jahr für Jahr erreichen die Bestandszahlen neue Rekordwerte – und dies trotz des gleichzeitigen Ausbaus der Windenergie:

Brutbestandsentwicklung des Seeadlers in Schleswig-Holstein:


Brutbestandsentwicklung des Seeadlers in Schleswig-Holstein

Grafik: Projektgruppe Seeadlerschutz e.V., www.projektgruppeseeadlerschutz.de

Die Projektgruppe Seeadlerschutz (nicht zu verwechseln mit dem windkraftkritischen Verein „Seeadlerschutz Schlei e.V.“) ist ein Zusam­men­schluss verschiedener Naturschutzverbände, der Landesjägerschaft, dem Waldbesitzerverband, dem Umweltministerium und den Schleswig-Holsteinischen Landesforsten als Seeadlerschutzstation. Sie führt seit 1997 im Auftrag des Landes Schleswig-Holstein das Artenschutzprojekt Seeadler durch.

Dass der Ausbau der Windenergie an Land und der Natur- und Artenschutz bei guter und vorausschauender Planung grundsätzlich zusammengehen, betonen nicht nur Politik, Be­hörden und Betreiber, sondern auch alle großen Naturschutzorganisationen, wie z.B. der WWF, der NABU und der BUND. Einigkeit besteht auch darin, dass die Ver­antwortung für die Bestandsentwicklung seltener und bedrohter Arten nicht allein bei der Windkraft verortet werden kann. Vogelschutz berührt zahlreiche Bereiche und Erscheinungen der modernen Zivilisation, weshalb ein allein auf die Energiegewinnung verengter Blick nicht dazu geeignet ist, die Lebensgrundlagen von Mensch und Tier dauerhaft zu bewahren.

Konsens ist ebenfalls die enorme Bedeutung des Klimaschutzes für den Erhalt der Artenvielfalt weltweit und auch vor Ort. Einzelne Vorkommnisse wie der berichtete Totfund im Windpark Holtsee-Altenhof sollten daher nicht instrumentalisiert werden, um Natur- und Klimaschutz pauschal und undifferenziert gegeneinander auszuspielen.